Am Freitag, den 06.06.2025 trafen sich Sippe Polarfuchs und Orca in Zirndorf um von dort aus gemeinsam zum diesjährigen Landesmarkpfingstlager in Rottmannsthal aufzubrechen. Also hieß es Busfahrt nach Fürth, weiter mit dem Zug nach Bad Staffelstein, gemeinsam mit den Rittern von Kühlsheim aus Burgfarrnbach und Stamm Franken. Dann ging es per Bus zum Startpunkt unseres Haiks. Der erste Haikbrief wurde geöffnet – und das Abenteuer konnte beginnen!
Unsere Route führte uns über ein kleines Dorffest, durch Felder, Wälder und Wiesen. Nach einigen Kilometern erreichten wir unseren Nachtplatz, ein paar Hundert Meter vom eigentlichen Lagerplatz entfernt. Dort versuchten wir uns – mehr oder weniger erfolgreich – im Bäumefällen und schnitzten Pflöcke und stellten unsere Locks auf. Nach einem stärkenden Abendessen fielen wir müde in unsere Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen gings ans Frühstück, Packen und einen letzter Versuch, doch noch einen Baum zu fällen, bevor wir weiter zum Lagerplatz wanderten. Dort angekommen, wurden die Unterlagerflächen abgesteckt und sofort mit dem Aufbau der Kohten begonnen. Nach und nach trudelten weitere Gruppen ein, wir halfen einander mit Zelten und richteten uns ein.
Nach dem Mittagessen begann offiziell das Lager mit dem feierlichen Entrollen des Banners. Trotz windigem Wetter und Regenschauern begannen wir den Bau unserer Lagerbaute – allem voran ein Turm, der nur mit viel Mut und Klettergeschick entstehen konnte. Wegen des Wetters bauten wir zusätzlich eine 8er-Jurte auf – und Überraschung: alle passten rein! Dort aßen wir zu Abend und gingen dann, bis auf die Nachtwachen, alle langsam ins Bett.
Nach dem Weckruf durch das Horn am Sonntagmorn gab es Morgensport, Waschen und eine kurze Andacht. Das Wetter blieb launisch, also verlegten wir Frühstück und Aktivitäten in die Jurte. Eine Jurte drohte zu kippen, später fiel sogar eine komplett um.
Dann begann die Spielidee: Alle schlüpften in die mittelalterlichen Kostüme, die Unterlager Lebensmittel, Bau und Textil wurden untereinander noch in kleinere Gruppen geteilt und dann ging esans Besuchen verschiedener Gilden – es wurde gestickt, geknüpft, gebastelt, geschnitzt und Schokofrüchte für den Abend vorbereitet. Dadurch lerneten alle die jeweils anderen Handwerke kennen, schließlich waren wir ja von dem besorgten Luca eingeladen, um den jahrzehntealten Streit ziwschen den Unterlagern zu beenden. Dafür unterhielten wir uns auch mit den Bewohnern von Farquaanien und fanden so interessante Hinweise über die Untertanen und die Steuerprobleme durch den Lord Farquard heraus. Immer wieder mussten wir wetterbedingt improvisieren. Nachmittags wurde eine 6er-Jurte zur Verstärkung aufgebaut.
Am Abend fanden feierliche Aufnahmen statt: neue Jungpfadfinder-, Knappen-, Speer- und zwei emotionale Kreuzpfadfinderaufnahmen durften wir in der Landesmark feiern. Danach gab es Tschai, Schokofrüchte und gemeinsames Singen am Feuer – ein wunderbarer Abschluss.
Trotz kurzer Nacht starteten wir am Montagmorgen wie gewohnt mit Horn, Sport und Andacht. Die Spielidee ging weiter – Aufgaben mussten gelöst, um Lebensbändchen gekämpft und finstere Häscher von Lord Farquard in die Flucht geschlagen werden. Ein packender Endkampf brachte den Sieg der Zunften und das Ende der Fehde zwischen den verschiedenen Handwerken!
Nach Mittagessen und Stille Zeit bereiteten wir uns auf den Kampf der Künste vor. Nach einem Lagergottesdienst zum Thema Pfingsten und zeigten am Abend alle ihre Talente: Von Sockenpuppentheater über „Porridge for One“ bis zu umgedichteten Songs war alles dabei. Kreativ, lustig und berührend – ein echtes Highlight!
Nach dem gewohnten Morgenprogramm begann der große Abbau. Erst die Kohten, dann Küche und Lagerbauten – alles wurde sorgfältig abgebaut und gespült. Ein letztes gemeinsames Mittagessen, ganz klassisch Brot mit Wurst, Käse und Aufstrichen, Fundsachenrunde, Essensverteilung. Nach dem Abschlusskreis, dem Einrollen der Banner und dem Bundeslied war das Pfingstlager auch schon vorbei.
Dann hieß es: Aufbruch! Mit dem Rufbus zum Bahnhof, Sprint zum Zug und Rückfahrt nach Fürth – schließlich endete das Abenteuer dort, wo es begonnen hatte: in Zirndorf.
